Vor dem Hintergrund fehlender Wohnheimplätze für Auszubildende während des Berufsschulunterrichts mahnt der CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Keindorf eine gemeinsame Investitionsoffensive der Landesregierung und der Schulträger berufsbildender Schulen an. „Die Sorgen der Ausbildungsbetriebe im Handwerk, dass junge Menschen eine Ausbildung nicht beginnen oder abbrechen, weil sie während des Berufsschulunterrichts keine bezahlbaren Übernachtungsmöglichkeiten finden, nehmen zu. Die vom Bund bereitgestellten Mittel aus dem Förderprogramm „Junges Wohnen“ kommen bei den Auszubildenden in Sachsen-Anhalt bisher nicht an“, erklärt Keindorf, der zugleich Präsident der Handwerkskammer Halle ist. Notwendig sei eine Anpassung und Flexibilisierung der Fördervereinbarung des Ministeriums für Infrastruktur und Digitales, damit zusätzliche Internatsplätze geschaffen werden und junge Menschen eine Ausbildung beginnen können. „Der bisherige Sonderweg in Sachsen-Anhalt bei der Umsetzung des Förderprogramms „Junges Wohnen“ kann zu Wettbewerbsnachteilen bei den hier ansässigen Unternehmen führen. Das hat negative Folgen für die Fachkräftegewinnung, insbesondere im ländlichen Raum“, so Keindorf abschließend.

Hintergrund:
Die Landesregierung hat zum Jahresende 2025 Fördermittel aus dem Bundesprogramm in Höhe von knapp 15,6 Millionen Euro für den Umbau, die Erweiterung, den Neubau sowie die Modernisierung von Wohnheimplätzen für Studierende und Auszubildende bewilligt. Bisher lehnt das Landes-Ministerium für Infrastruktur und Digitales die Förderung von Investitionen in Wohnheimplätze an Berufsschulstandorten über das Programm „Junges Wohnen“ ab.